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GroKo für „die kleinen Leute“ – überheblicher geht es nicht!

Zuerst war es Markus Söder, der auf seinem Weg zum bayerischen Ministerpräsidenten in einer Sendung mit Anne Will davon sprach, dass „jetzt Politik für die kleinen Leute“ gemacht werden müsste. Dann legte Horst Seehofer nach, als er am Tag der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags am 12. März 2018 seine ganz persönliche Überschrift mit Inhaltsverzeichnis für die neue Bundesregierung vorlegte: „Eine große Koalition für die kleinen Leute“. Ich habe, wie viele andere auch, diesen Seehofer-Satz mehrmals gehört und in den Nachrichtensendungen gesehen, bin mir aber bis heute nicht sicher, wer denn diese „kleinen Leute“ eigentlich sein sollen. Sind es die viel zitierten „Globalisierungsverlierer“, die „Unterprivilegierten“, die „sozial Schwachen“, die „Unterschichten-Fernsehsendungen-Konsumierenden“ oder schlicht und einfach die, von denen Söder und Seehofer meinen und fürchten, dass sie zur AfD „abgewandert“ sind und wohl auch noch bei der bevorstehenden Wahl im Okto...

Deutschland hat sieben Großbaustellen – An die Arbeit GroKo!

Keine Frage: Deutschland geht es glänzend. Nahezu Vollbeschäftigung, aktuell sehr vorzeigbare Lohnabschlüsse und in vielen Branchen randvolle Auftragsbücher, die signalisieren: Wir bleiben noch eine ganze Weile auf Wachstumskurs. Meiner Einschätzung nach aber nicht so lange, wie es nötig wäre, um die reichlich teuren Pläne der GroKo für die nächsten vier Jahre finanzieren zu können, auch wenn es heute rundum noch ganz gut aussieht. Damit jedoch alles gut bleibt, damit die Menschen hierzulande in Arbeit bleiben, damit die Unternehmen weiterhin gut verdienen und damit dadurch alles finanziert werden und auch die „schwarze Null“ Bestand haben kann, muss die GroKo nach Auffassung vieler Experten ran an die Arbeit und sich sieben – „innerdeutschen“ - Baustellen mit Mut, Kraft und Energie zuwenden; sie darf sich nicht in der „Wohlstandsfalle“ ausruhen! Die erste Baustelle machen die Zukunftsbranchen aus, in denen Deutschland zu wenig präsent ist. Gleich mehrere gr...

Vorsicht: „Overtourism“!

Wahrscheinlich geht es Ihnen erst einmal wie mir, als ich zum ersten Mal das Wort „Overtourism“ gelesen habe: Was ist jetzt das? Muss was Neues sein! Hört sich aber ebenso interessant wie spannend an. Also worum geht es? Im vergangenen November trafen sich in Pisa internationale Reisefachleute, die diesen neuen Begriff schufen und ihn sogleich in die Welt hinausposaunten, auf dass er rechtzeitig vor der weltweit größten Tourismusmesse, der ITB in Berlin Anfang März 2018, für Furore sorgen könne; schwer angestrengt übersetzt mit „Übertourismus“. Es geht also um die seit Jahren kontinuierlich steigenden Touristenzahlen, die von den Hoteliers der Destinationen gefeiert, von der „überfluteten“ einheimischen Bevölkerung aber zunehmend mit Verärgerung bis hin zur offenen Ablehnung registriert werden. Die Reiselust ist weltweit ungebrochen: 2017 stieg die Zahl grenzüberschreitender Reisen um sechs Prozent, alleine in den Monaten Juli und August waren weltweit me...