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Die USA bleiben auch mit Trump unser wichtigster Handelspartner

Meine Güte, was hat es da alles für Kommentare zu der Wahl dieses zugegeben recht eigenwilligen Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gegeben: Der SPIEGEL sah, wie im Grunde zu erwarten war, mindestens das Ende der Welt kommen und Frau Merkel meinte, den in einer demokratischen Wahl gewählten „President elect“ auf die Werte der westlichen Welt, also auch die von Deutschland und der EU, aufmerksam machen zu müssen, wovon sie eine enge und gute Zusammenarbeit mit ihm abhängig machen wolle. Ob sie so auch mit dem „lupenreinen Demokraten“ Putin spricht oder mit Erdogan, der gerade die Pressefreiheit abschafft, Opponenten willkürlich verhaften lässt und ernsthaft über die Wiedereinführung der Todesstrafe mehr als nur nachdenkt? Ich weiß es nicht. Ganz sicher aber kenne ich die engen und für den Wohlstand in unserem Land wichtigen Handelsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und den USA und denen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika. Zu den nüchte...

Deutschland ist als Einwanderungsland weltweit nach den USA die Nummer 2!

Es ist noch gar nicht so lange her, dass es hartnäckig und teilweise die Realität geradezu verdrängend auf der einen Seite geheißen hatte: Deutschland ist kein Einwanderungsland, und dass Wahlkämpfer mit reichlich verqueren Parolen wie „Kinder statt Inder“ versucht haben, ihre Wahlen zu gewinnen. Auf der anderen Seite wurden reichlich verklärt jede Kebab-Bude und jeder Bongo-Trommler als Multikulti-Bereicherung Deutschlands, als „permanentes Straßenfest“ gefeiert . Der so wahlkämpfende Ministerpräsident Nordrheinwestfalens hat die Wahl verloren, Multikulti wurde auch hinsichtlich seiner Schattenseiten nüchterner betrachtet, und die Stimmung hat angesichts des gravierenden Fachkräftemangels nicht nur in der Industrie, sondern auch im Handwerk gedreht: aus Anwerbestopps wurden Anwerbekampagnen. Deutschland hat in den letzten Jahren mehr Einwanderer aufgenommen als selbst das klassische Einwanderungsland Kanada: Nach einer aktuellen OECD-Studie ist Deutschland Zuwandererland Nr. 2, hat ...

Das Freihandelsabkommen der EU mit den USA ist gut für Deutschland!

Eigentlich sollte man meinen, dass im 22. Jahrhundert das Abräumen von Zöllen und weiteren Handelsbarrieren als Relikte aus längst vergangenen Zeiten eine pure Selbstverständlichkeit darstellt – aber weit gefehlt: Statt der Zustimmung zu dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika wächst die Ablehnung. Worum es dabei geht: Mit dem großen Wirtschaftspakt, den die USA und die EU aktuell verhandeln, könnten auf beiden Kontinenten zweieinhalb Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, so das Ifo-Institut. Das Handelsblatt berichtete dieser Tage von einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung, dass die Skepsis zunimmt. Verbraucherverbände warnen vor der Absenkung von Standards bei Lebensmitteln, Gewerkschaften vor Dumpinglöhnen und Globalisierungskritiker wie Attac vor noch mächtigeren Großkonzernen. Der Vertrag über eine „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP) wird zu einem Streitobjekt, das Schaden zu nehmen droht. Zu Recht stellt deshalb d...

Die USA sehen die Chancen – Deutschland leider wieder nur die Risiken

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind mal wieder drauf und dran, den Rest der Welt abzuhängen; diesmal auf einem Gebiet, auf dem man sie für alle Ewigkeit abhängig von anderen und damit verwundbar wähnte: Auf dem Gebiet der Energieversorgung. Der weltweite Energieverschwender Nummer 1, die USA, galten trotz eigener Vorkommen wegen ihres immensen Verbrauchs als abhängig von Ölimporten vor allem aus Saudi Arabien und verbunden damit als ständig mit allen sündhaft teuren Konsequenzen gefordert in einer von Krisen und Kriegen gebeutelten Region, dem Nahen Osten. Hier ist schneller als erwartet, schneller als von den einen erhofft und von den anderen befürchtet, eine radikale Änderung eingetreten, deren Folgen in ihrem ganzen Ausmaß noch gar nicht abgeschätzt werden können: Die USA stiegen zur größten Energiemacht auf und haben Russland als Nummer eins bei der Öl- und Gasproduktion abgelöst! Nach einem Bericht der WELT vom 5. Oktober 2013 hat das „Wall Street Journal“ jüngst...

Der Armutsbericht taugt nicht für eine Gerechtigkeitsdebatte

Der nicht mit allen Ressorts abgestimmte Armutsbericht von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen mag zu vielerlei Diskussionen Anlass geben und für manch heftigen Schlagabtausch taugen, aber für eine Gerechtigkeitsdebatte ist er untauglich. Zunächst einmal ist bezeichnend, dass in den Medien nahezu ausschließlich darüber berichtet wurde, dass „die Reichen reicher geworden sind“, aber fast nirgends der zentrale Satz von Seite 3 des Berichts zu lesen war, der eigentlich die wertvollste Botschaft enthielt: Allen in Deutschland geht es besser. Nun ist es leicht, die Mehrheit der Bevölkerung auf seine Seite zu ziehen, wenn man den Reichen den Kampf ansagt. Das ist der Kampf gegen eine hierzulande wenig geschätzte Minderheit. Da hält man sich gerne voller Emotionen damit auf, dass diese 10 Prozent der „Reichen“ reicher geworden sind, und unterschlägt dabei genauso gerne, dass diese 10 Prozent mehr als 50 Prozent der Steuerlast tragen. Übrigens: Den Spitzensteuersatz zahlt man in De...