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Zeitenwende – und wie die EU darauf reagiert

Der frühere SPD-Bundesvorsitzende sowie Ex-Bundesminister und Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel hat ein Buch geschrieben, das er sehr aktuell mit „Zeitenwende“ betitelt. Ja, wir leben gegenwärtig in einer sehr umfassenden Zeitenwende; EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker formulierte drastisch-dramatischer: „Wir durchleben eine Polykrise“. Ich bleibe bei „Zeitenwende“. Diese hat globale Ausmaße, wenn man sich einmal nur stichwortartig einige „Brenn- und Wendepunkte“ vor Augen hält: Brexit, Syrien, Migration, Ungarn und Polen, Populismus, Iran, Nordkorea, Terrorismus, Handelskrieg, China, Klimawandel, Putin, Erdogan und natürlich immer wieder auch Trump. Hinzu kommen von der allgemeinen Öffentlichkeit kaum wahrgenommene gravierende ökonomische Kräfteverschiebungen von den G7 hin zu den E7: Der Anteil am Welt-Brutto-Inlands-Produkt, „Welt-BIP“, verschiebt sich von den G7 USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada hin zu den E7 China...

Die globalen Kräfte verschieben sich

Wir leben aktuell in einer Zeit, die in einigen Jahren Historiker rückblickend mit ziemlicher Sicherheit als eine "Zeitenwende" beschreiben werden. Die von im Grunde überschaubaren Ausnahmen abgesehen stabile geopolitische Architektur, in der vor allem die Deutschen es sich bequem eingerichtet haben, verschiebt sich deutlich. Die Welt, und in dieser vor allem Europa, droht in eine gefährliche Schieflage zu geraten. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprach in diesen Tagen davon, dass die EU gerade "eine Polykrise" durchmache. Die Stichworte dazu: Brexit, Migration, Terrorismus, Populismus, Migration, Trump, Handelskrieg, NATO, ökonomische Bedeutungsverluste der G 7, Nordkorea, Syrien, Iran, Putin, China und nicht zuletzt ja auch Polen und Ungarn, dazuhin noch die Diskussion um die Mitgliedschaft von Ländern des Westbalkan - Themen und Probleme mehr als genug. Alle zusammen, aber auch schon einige davon jeweils ganz für sich alleine genommen zeigen die geop...

EUROPA ist mehr als "nur" Flüchtlingspolitik!

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Bildquelle: AdobeStock.com © beugdesign Bei mehreren Besuchen im EU-Parlament in Straßburg stand stets die Zukunft der Europäischen Union im Mittelpunkt meines Gedankenaustausches mit den EU-Parlamentarierinnen und Parlamentariern, wobei auffallend war, dass die Abgeordneten von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen "überparteilich" mit Nachdruck darum baten, für "Pro-Europäische-Parteien" bei den EU-Wahlen im nächsten Jahr zu werben, da "man sonst nicht wissen könne, was aus der EU künftig werden solle". In allen Gesprächsrunden war auch immer wieder betont worden, dass "Europa mehr ist" als das die Schlagzeilen beherrschende Thema "Flüchtlingspolitik", so wichtig dieses für den Zusammenhalt der EU insgesamt auch zweifelsfrei ist. Stimmt! Europa ist mehr!  Und dazu führe ich gerne ein Zitat des spanischen Philosophen Jose Ortega y Gasset an: "Ziehen wir heute eine Bilanz unseres geistigen Besitzes, so würde...