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Deutschland ist Weltspitze – auch als Urlaubsziel

Deutschland hat von weltweit ca. 2 700 Weltmarktführern etwas mehr als 1 300 Weltmarktführer – quer durch alle Branchen. Einsame Spitze! Dahinter gehen manchmal andere Top-Positionen unseres Landes beinahe unter: Zum Beispiel die Tatsache, dass Deutschland auch als Urlaubsziel Weltspitze ist:  Die Bundesrepublik ist das Land mit den meisten Übernachtungen in Europa. Mit 407 Millionen Übernachtungen aus dem In- und Ausland steht Deutschland bereits zum fünften Mal in Folge an der weltweiten Spitze – deutlich vor Spanien mit 383 Millionen und Italien mit 376 Millionen Übernachtungen. Dadurch geht es Hotels und Pensionen in Deutschland besser denn je, wovon auch der Arbeitsmarkt kräftig profitiert: Die deutsche Reiseindustrie sichert hierzulande nahezu drei Millionen Arbeitsplätze quer durch die Republik. Von dem Besucherboom profitieren zum einen die Städte, denn Städtereisen stehen in der Beliebtheitsskala ganz weit oben, und zum andern auch „das flache Land“, denn auch Gesundhe...

Zu viele Nichtwähler gefährden die Demokratie

Zwei Monate vor der nächsten Bundestagswahl am 22. September 2013 machen sich viele Demokratieforscher, Parteien und nicht zuletzt auch „pflichtbewusste“ Wähler Sorgen um einen Trend, der die Demokratie zu gefährden droht: Der Trend zunehmender Nichtwähler. Die Sorge ist berechtigt: Gingen 1972, als CDU und SPD heftig um die  neue Ostpolitik und den richtigen Weg hin zu Frieden, Aussöhnung und Wiedervereinigung rangen, mehr als 91 Prozent aller Wahlberechtigten an die Wahlurne, waren es bei der letzten Bundestagswahl 2009 gerade einmal noch knapp über 70 Prozent. Vor kurzem erst, Ende Mai, waren bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein mit nur noch 47 Prozent so wenige wie nie zuvor zur Wahl gegangen. Während der Politikwissenschaftler Michael Eilfort darin nichts Dramatisches sieht und von einer „aus Zufriedenheit entstandenen Apathie“ spricht, mahnt das Forschungsinstitut Forsa, das eine Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung zu den Nichtwählern verfasst hat:...

Endlich ist Bildungspolitik wieder ein - kontroverses - Thema!

Lange Jahre konnte man den Eindruck haben, Bildungspolitik sei allenfalls ein Randthema, vielleicht `was für Lehrer, aber ansonsten nicht so sehr relevant. Das hat sich zum Glück gründlich geändert: Zum einen, weil die Unternehmen dringenden Bedarf an gut ausgebildetem Nachwuchs anmelden; in Zeiten des demografischen Wandels mit immer älteren und immer weniger jüngeren Bundesbürgern ein herausragendes Zukunftsthema von überlebenswichtiger Bedeutung für die Unternehmen. Und zum andern, weil die grün-rote Landesregierung das baden-württembergische Schulsystem grundlegend mit der Einführung der „Gemeinschaftsschule“ ändern möchte. In den Gemeinderäten des Landes, in denen über die Einführung der Gemeinschaftsschule diskutiert wird, gehen die Wogen hoch, auf Elternabenden wird kontrovers debattiert, die Wirtschaft versucht, sich kundig zu machen hinsichtlich der für sie zu befürchtenden Absenkung des Ausbildungsniveaus an den Schulen und unterschiedliche Lehrerverbände suchen ...

Wir brauchen eine schwarz-rot-gold Karte!

Die neuesten Zahlen des „Internationalen Migrationsausblickes“ der OECD zu den Migrantenbewegungen belegen seit längerem, dass Deutschland weltweit ein beliebtes Land ist, und dass sich das „German Jobwunder“ herumgesprochen hat: Die Einwanderungszahlen nehmen kontinuierlich zu: In Deutschland war der Anstieg der Einwandererzahlen so hoch wie in kaum einem anderen Land. Knapp 300 000 kamen 2012, 68 000 mehr als 2010. Nun wird es wieder welche geben, die meinen, dass dies doch jetzt reiche. Stimmt aber nicht: Deutschland hat im Vergleich zu den anderen OECD-Staaten noch Nachholbedarf: Gemessen an der Gesamtbevölkerung liegt die Neuzuwanderung nach Deutschland mit knapp 0,4 Prozent trotz des Anstiegs noch immer unter dem OECD-Durchschnitt von 0,6 Prozent. Erfreulich ist für Deutschland aber die Tatsache, dass die zu uns Einwandernden immer besser qualifiziert sind, was gut für unsere Firmen ist, und gut ist auch: sie füllen unsere Sozialkassen, da sie mehr in diese einbezahlen als sie...

Deutschland ist weltweit attraktiv!

Am Ende bzw. zu Beginn eines Jahres blickt man gerne zurück in das vergangene Jahr und zieht einwenig Bilanz: War es gut oder weniger gut, war es vielleicht sogar sehr gut? Und wenn wir zurückblicken auf 2012, so gibt es in einem ganz wichtigen Punkt Grund zu mehr als nur zur Zufriedenheit: Im Jahr 2012 hat Deutschland weltweit eine seit Beginn der 90er Jahre nicht mehr erlebte Anziehungskraft auf gut ausgebildete Arbeitskräfte ausgeübt und sich geradezu als ein Zuwanderungsmagnet erwiesen: Obwohl ca. 40 000 junge gut ausgebildete Türken Deutschland in Richtung ihrer Heimat den Rücken kehrten, konnte Deutschland eine hohe Nettozuwanderung verzeichnen, die uns wegen des demografischen Wandels mit immer weniger jungen Menschen und damit immer weniger „Arbeitskräftenachwuchs“ für unsere erfolgreichen und expandierenden Unternehmen mehr als nur gut tut. Und ganz besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass bei dieser Nettozuwanderung alle Vorurteile widerlegt wurden: Die Zuwand...

Alarmierendes Nord-Süd-Gefälle zulasten der Jugend

EU-Sozialkommissar Laszlo Andor hat Anfang Januar den Sozial- und Beschäftigungsbericht für die Europäische Union vorgelegt – und dieser fiel erschreckend, ja geradezu dramatisch aus: Die EU zerfällt zunehmend in einen immer ärmer werdenden Süden mit Rekordarbeitslosenzahlen und einen vergleichsweise vermögenden Norden mit Regionen, in denen Vollbeschäftigung herrscht. Die Schere geht seit fünf Jahren immer weiter auseinander: Noch vor wenigen Jahren lag die Arbeitslosenquotendifferenz zwischen dem Norden und dem Süden bei 3,5 Punkten. Heute beträgt die Kluft 7,5 Prozentpunkte. In den kriselnden Südländern Griechenland, Spanien und Portugal sind fast 20 Prozent ohne Beschäftigung, im Norden, in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, sind es ca. 5,5 %. Das kann aber auch den Norden nicht beruhigen, denn noch nie in den vergangenen 20 Jahren waren in der EU so viele Menschen arbeitslos: 11,8 Prozent sind nicht nur ein Alarmsignal, sondern stellen eine dringende Notwendigkeit ...

Und jetzt endlich: Afrika!

Seit Jahren steht China in allen wirtschaftspolitischen Betrachtungen als die „kommende Welt- und Wirtschaftsmacht Nummer 1“ im Mittelpunkt, werden seine Wachstumsraten teils bewundernd teils besorgt betrachtet, gilt nur noch China als Maßstab im Wettbewerb, etwa, wenn es darum geht, ob Deutschland oder eben China Exportweltmeister ist.  Hin und wieder lenkt eine Studie den Blick auch auf die weiteren „BRIC-Staaten“, also neben China auch auf Brasilien, Russland und Indien, und liegt damit natürlich richtig.Erst allmählich, aber teilweise dann durchaus schon mit Macht, rückt ein bisher – vor allem leider auch von Deutschland – vernachlässigter Kontinent in den Blickpunkt der westlichen Länder und ihrer Wirtschaftslenker: Afrika! Das „Handelsblatt“ rückte Afrika im Sommer 2012 in eine Reihe der „neuen Wachstumsstaaten“, und das amerikanische „TIME“- Magazin widmete Mitte Dezember 2012 sein Titelblatt dem „schwarzen Kontinent“ mit der Headline: „Africa Rising“ – und beschrieb Afr...