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Vermieter und Mieter nicht gegeneinander ausspielen!

Ja, es stimmt: In vielen Regionen Deutschlands ist Wohnraum knapp und teuer – und dies nicht nur in Ballungsräumen, wo die Mieten teilweise ins „Unbezahlbare“ steigen“, sondern zunehmend auch in Mittelstädten, wo z.B. durch die gerade jetzt deutlich gestiegene Zahl von Studierenden die Verknappung ansteigt. Das Thema „Miete“ oder auch „Zu wenig und zu teurer Wohnraum“ hat von daher Konjunktur.  Und da hat Klaus Köster von den Stuttgarter Nachrichten Recht, wenn er feststellt: „Wo es ein soziales Problem gibt, ist die Politik nicht weit – erst recht nicht vor einer Wahl“. Also überschlagen sich CDU und SPD mit scheinbar hilfreichen Lösungsvorschlägen: Begrenzung von Mieterhöhungen auch für Neuvermietungen, Erschwerung von Zweckentfremdung von Wohnungen und die Eröffnung der Möglichkeit für Kommunen, gegen Leerstand von Wohnungen vorzugehen. Das mag sich für manche auf den ersten Blick gut anhören. Aber nicht für alle. Nicht für die z. B., die ihr Geld nicht in anonyme Aktie...

Nur Mut! Mehr Gründer braucht das Land!

Dieser Tage hat das Handelsblatt eine größere Studie zur Zahl der Firmengründungen publiziert und dabei zwei Überschriften gewählt, die aufschrecken. „Vom Mut verlassen“ lautete die eine, die andere „Die Angst vor dem Risiko“ und fasste gleich zusammen: Zahl der Firmengründungen auf neuem Tiefstand. Wie so oft, gilt aber auch hier zunächst, dass die Medaille „zwei Seiten hat“. Die gute an diesen im Grunde erschreckenden Nachrichten: Wenn die Konjunktur läuft und damit einhergehend die Arbeitslosenzahlen vergleichsweise niedrig sind, hat es schon immer eher weniger Gründer gegeben. Also: Offensichtlich geht es uns aktuell recht gut, und es gibt weniger Anlass, der drohenden oder tatsächlichen Arbeitslosigkeit durch den Schritt in die Selbständigkeit zu entgehen. Die andere Seite der Medaille aber ist weit weniger erfreulich: Gründer sind in der Regel kreativ, innovativ, eigenverantwortlich und oftmals „Treiber in Wirtschaft und Gesellschaft“. Während wir 1997 noch mehr als 500 00...

Deutschland ist Weltspitze – auch als Urlaubsziel

Deutschland hat von weltweit ca. 2 700 Weltmarktführern etwas mehr als 1 300 Weltmarktführer – quer durch alle Branchen. Einsame Spitze! Dahinter gehen manchmal andere Top-Positionen unseres Landes beinahe unter: Zum Beispiel die Tatsache, dass Deutschland auch als Urlaubsziel Weltspitze ist:  Die Bundesrepublik ist das Land mit den meisten Übernachtungen in Europa. Mit 407 Millionen Übernachtungen aus dem In- und Ausland steht Deutschland bereits zum fünften Mal in Folge an der weltweiten Spitze – deutlich vor Spanien mit 383 Millionen und Italien mit 376 Millionen Übernachtungen. Dadurch geht es Hotels und Pensionen in Deutschland besser denn je, wovon auch der Arbeitsmarkt kräftig profitiert: Die deutsche Reiseindustrie sichert hierzulande nahezu drei Millionen Arbeitsplätze quer durch die Republik. Von dem Besucherboom profitieren zum einen die Städte, denn Städtereisen stehen in der Beliebtheitsskala ganz weit oben, und zum andern auch „das flache Land“, denn auch Gesundhe...

Zu viele Nichtwähler gefährden die Demokratie

Zwei Monate vor der nächsten Bundestagswahl am 22. September 2013 machen sich viele Demokratieforscher, Parteien und nicht zuletzt auch „pflichtbewusste“ Wähler Sorgen um einen Trend, der die Demokratie zu gefährden droht: Der Trend zunehmender Nichtwähler. Die Sorge ist berechtigt: Gingen 1972, als CDU und SPD heftig um die  neue Ostpolitik und den richtigen Weg hin zu Frieden, Aussöhnung und Wiedervereinigung rangen, mehr als 91 Prozent aller Wahlberechtigten an die Wahlurne, waren es bei der letzten Bundestagswahl 2009 gerade einmal noch knapp über 70 Prozent. Vor kurzem erst, Ende Mai, waren bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein mit nur noch 47 Prozent so wenige wie nie zuvor zur Wahl gegangen. Während der Politikwissenschaftler Michael Eilfort darin nichts Dramatisches sieht und von einer „aus Zufriedenheit entstandenen Apathie“ spricht, mahnt das Forschungsinstitut Forsa, das eine Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung zu den Nichtwählern verfasst hat:...

Endlich ist Bildungspolitik wieder ein - kontroverses - Thema!

Lange Jahre konnte man den Eindruck haben, Bildungspolitik sei allenfalls ein Randthema, vielleicht `was für Lehrer, aber ansonsten nicht so sehr relevant. Das hat sich zum Glück gründlich geändert: Zum einen, weil die Unternehmen dringenden Bedarf an gut ausgebildetem Nachwuchs anmelden; in Zeiten des demografischen Wandels mit immer älteren und immer weniger jüngeren Bundesbürgern ein herausragendes Zukunftsthema von überlebenswichtiger Bedeutung für die Unternehmen. Und zum andern, weil die grün-rote Landesregierung das baden-württembergische Schulsystem grundlegend mit der Einführung der „Gemeinschaftsschule“ ändern möchte. In den Gemeinderäten des Landes, in denen über die Einführung der Gemeinschaftsschule diskutiert wird, gehen die Wogen hoch, auf Elternabenden wird kontrovers debattiert, die Wirtschaft versucht, sich kundig zu machen hinsichtlich der für sie zu befürchtenden Absenkung des Ausbildungsniveaus an den Schulen und unterschiedliche Lehrerverbände suchen ...

Wir brauchen eine schwarz-rot-gold Karte!

Die neuesten Zahlen des „Internationalen Migrationsausblickes“ der OECD zu den Migrantenbewegungen belegen seit längerem, dass Deutschland weltweit ein beliebtes Land ist, und dass sich das „German Jobwunder“ herumgesprochen hat: Die Einwanderungszahlen nehmen kontinuierlich zu: In Deutschland war der Anstieg der Einwandererzahlen so hoch wie in kaum einem anderen Land. Knapp 300 000 kamen 2012, 68 000 mehr als 2010. Nun wird es wieder welche geben, die meinen, dass dies doch jetzt reiche. Stimmt aber nicht: Deutschland hat im Vergleich zu den anderen OECD-Staaten noch Nachholbedarf: Gemessen an der Gesamtbevölkerung liegt die Neuzuwanderung nach Deutschland mit knapp 0,4 Prozent trotz des Anstiegs noch immer unter dem OECD-Durchschnitt von 0,6 Prozent. Erfreulich ist für Deutschland aber die Tatsache, dass die zu uns Einwandernden immer besser qualifiziert sind, was gut für unsere Firmen ist, und gut ist auch: sie füllen unsere Sozialkassen, da sie mehr in diese einbezahlen als sie...

Deutschland ist weltweit attraktiv!

Am Ende bzw. zu Beginn eines Jahres blickt man gerne zurück in das vergangene Jahr und zieht einwenig Bilanz: War es gut oder weniger gut, war es vielleicht sogar sehr gut? Und wenn wir zurückblicken auf 2012, so gibt es in einem ganz wichtigen Punkt Grund zu mehr als nur zur Zufriedenheit: Im Jahr 2012 hat Deutschland weltweit eine seit Beginn der 90er Jahre nicht mehr erlebte Anziehungskraft auf gut ausgebildete Arbeitskräfte ausgeübt und sich geradezu als ein Zuwanderungsmagnet erwiesen: Obwohl ca. 40 000 junge gut ausgebildete Türken Deutschland in Richtung ihrer Heimat den Rücken kehrten, konnte Deutschland eine hohe Nettozuwanderung verzeichnen, die uns wegen des demografischen Wandels mit immer weniger jungen Menschen und damit immer weniger „Arbeitskräftenachwuchs“ für unsere erfolgreichen und expandierenden Unternehmen mehr als nur gut tut. Und ganz besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass bei dieser Nettozuwanderung alle Vorurteile widerlegt wurden: Die Zuwand...