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Den Mittelstand bei Weiterbildung steuerlich unterstützen!

Kaum ein Politiker, noch weniger die Verbandsgeschäftsführer von Wirtschaftsorganisationen und erst recht keine Zukunftsforscher – was immer das auch sein soll – wird müde, angesichts der Digitalisierung und des damit einhergehenden drohenden Arbeitsplatzverlustes – sich dabei hinsichtlich Dramatisierung gegenseitig stets zu übertreffen versuchend - der dringend notwendigen Weiterbildung das Wort zu reden. Ohne kontinuierliche Weiterbildung drohen Job-, Einkommens-, Wohlstands- und Ansehensverlust des Arbeitnehmers und der Rückfall der deutschen Wirtschaft hinter nahezu alle führenden Industrienationen, vor allem Chinas und der Vereinigten Staaten, so die übereinstimmenden Kassandrarufe der immer und überall um unser aller Wohlergehen Besorgten. Barbara Gillmann: „Mehr Weiterbildung der Beschäftigten gilt als Schlüssel für die Herausforderungen  der digitalen Arbeitswelt“. Auch Arbeitsminister Hubertus Heil redet der Weiterbildung das Wort, wenn er feststellt, dass uns die Arb...

Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit

...Vor allem in der Steuerpolitik! Geradezu gebetsmühlenartig fordern vorwiegend die unterschiedlichen Wirtschaftsverbände jetzt zu Jahresbeginn wieder – „the same procedure as every year“ (Dinner for one) – eine Steuerreform, wobei sie sich nachvollziehbarerweise auf eine Senkung der Unternehmenssteuern konzentrieren. Weitgehend übereinstimmend erklären sowohl BDI-Präsident Dieter Kempf als auch DIHK-Präsident Eric Schweitzer, „dass es für Unternehmen zunehmend existenzgefährdend wird, dass sich die Bundesregierung dem internationalen Wettbewerb nicht stellt“ und sehen „dringenden Handlungsbedarf“. Donata Riedel belegte im Handelsblatt, dass die internationalen Vergleichszahlen den beiden Präsidenten recht geben: „Unternehmen zahlen in den USA nach Trumps Steuerreform durchschnittlich 26 Prozent Steuern. In Deutschland beträgt der tarifliche Steuersatz 31 Prozent“; im Durchschnitt der „EU-28“ liegt er bei exakt 23,0 Prozent. Nie zuvor seit der Wiedervereinigung war die Steuerlast ...

2019 kann – wird! - gut werden; es liegt an uns.

Das vergangene Jahr 2018 war ziemlich, nein: sogar sehr gut für uns hier in Deutschland; so gut, dass einige in- und auch ausländische Korrespondenten angesichts der Vorgänge in unseren Nachbarländern – Frankreich, Italien, Großbritannien! - und vor allem auch darüber hinaus – weite Teile Afrikas, Indonesien, Mexiko - von unserem Land von einer „Insel der Glückseligen“ sprachen und schrieben. Hier die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit mehr als drei Jahrzehnten, so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wie noch nie in unserer bundesrepublikanischen Geschichte, und damit auch insgesamt ein respektabler Wohlstand für (fast) alle. Trotzdem neigen wir Umfragen zum Jahreswechsel zufolge mehrheitlich zu Unzufriedenheit und teilweise auch zu Zukunftsangst, weil sich (zu) viele von uns von (Diesel-) Fahrverboten, anhaltender Zuwanderung, Altersarmut, Klimawandel, Handelskriegen, äußerer Bedrohung, Digitalisierung, von der „neuen sozialen Frage“ Wohnungsnot, von Arbeits- und Wohlst...

STANDORT "PROVINZ" - BESSER ALS SEIN RUF

Ja, stimmt ja wirklich: Der Breitbandausbau lässt auf sich warten, ganz zu schweigen von 5G, der nächste Flugplatz ist nicht "gleich um die Ecke", der ICE-Halt ist mehrfach versprochen, der ICE rauscht aber immer noch außerhalb jeder Sichtweite vorbei, und die jungen gut ausgebildeten die Zukunft der Unternehmen sichernden Fachkräfte geben sich in Berlin, München, Hamburg und vielleicht auch in Stuttgart die Klinke in die Hand, aber in die "Provinz" verirren sie sich eher nicht; dies auch deshalb, weil sie diese schlicht und einfach gar nicht kennen. Allenfalls haben sie mal kurz was von Regionen außerhalb der Metropolen gehört, ihre Vorurteile der "Provinz" gegenüber aber ebenso unbeirrt wie unwidersprochen von ihren Freundinnen und Freunden sowie von Headhuntern bereitwillig pflegen lassen - und dann die falsche Entscheidung getroffen. Dabei müsste man sich nur mal kurz informieren: Wo haben die mit Abstand besten und meist...

Die Legende von der Ausrufung der Republik am 9. November 1918

Keine Überraschung, dass am 9. November 2018 große Feierlichkeiten und Erinnerungsveranstaltungen anlässlich „100 Jahre Deutsche Republik“ stattgefunden haben. Der reichlich sture Kaiser Wilhelm II. war nach dem Übertritt der bis dahin besonders kaisertreuen „Naumburger Jäger“ zu den Revolutionären von Reichskanzler Prinz Max von Baden am 9. November 1918 zum Thronverzicht „bewegt“ worden, Friedrich Ebert von eben diesem Prinzen in einer „verfassungsrechtlich etwas kuriosen Weise“, so Ulrich Herbert, zum Reichskanzler bestimmt und damit Heinrich August Winkler zufolge „der revolutionäre Regierungswechsel“ vollzogen worden. Bisher galt unverrückbar, dass am selben Tag gegen 14 Uhr der zweite Vorsitzende der MSPD, Philipp Scheidemann, ohne von Ebert dazu autorisiert worden zu sein, von einem Balkon des Reichstags die „Deutsche Republik“ ausrief. Zwei Stunden später wurde das Ende der Monarchie nochmals durch einen sehr viel weiter linksstehenden Politiker verkünde...