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Wir haben allen Grund zu Optimismus!

Gleich zwei Studien – eine vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag und eine vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg – sowie das Buch von Bert Rürup und Dirk Heilmann mit dem Mut machenden Titel: „Fette Jahre. Warum Deutschland eine glänzende Zukunft hat“ – geben Anlass zu jeder Menge Optimismus: Der Mittelstand hat mit 200 000 neuen Arbeitsplätzen einen wahren Stellenboom zu verzeichnen, und die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit werden Deutschland noch viele Jahre Jobs sichern, die Arbeitslosenzahlen somit niedrig und den Wohlstand hoch halten. Der DIHK befragte 20 000 Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten und erfuhr dabei, dass die Stimmung in den kleinen und mittleren Unternehmen „so gut ist wie seit der Wiedervereinigung vor 20 Jahren nicht mehr“. Vor allem die stärkere Binnenwirtschaft beflügelt die Firmen, die in diesem Jahr kräftig beim Personal zulegen wollen. DIHK-Präsident Heinrich Driftmann sagte der „Welt“: „Wir rechn...

Für die Bildung sparen!

Unbestritten sind gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das höchste und wertvollste Gut für unsere weltweit erfolgreich tätigen Unternehmen; so eines der Ergebnisse der beiden ersten deutschen Weltmarktführer-Kongresse. Und was tun wir dafür? Nach Meinung nahezu aller Experten zu wenig. Diese Klage richtet sich nicht alleine gegen die Schulen, die zu wenig für eine solide Grundausbildung sorgten, sondern setzt früher an: Im Mittelpunkt steht zunehmend die zu geringe Vorsorge im Elternhaus. Und dies völlig losgelöst vom sozialen Status. Es geht dabei nicht in erster Linie um zu wenig Anleitung zum Lesen und um nachlässige Kontrolle der Hausaufgaben, sondern ganz praktisch um unzureichende materielle Vorsorge, die aber nun mal notwendig ist, um für eine Ausbildung zum Meister oder für eine Hochschulausbildung ausreichend finanziell gerüstet zu sein. Natürlich gibt es heute schon Großeltern und auch Patentanten und Patenonkel, die für ihre jeweiligen Enkel- bzw. Paten...

Wirtschaftliche Freiheit sichert Arbeitsplätze und Wohlstand

Jüngste Studien belegen, dass wirtschaftliche Freiheit und mehr Arbeitsplätze plus mehr Wohlstand Hand in Hand gehen. Bayern und Baden-Württemberg liegen seit Jahren vorne, was das Pro-Kopf-Einkommen oder das Wirtschaftswachstum betrifft. Die Arbeitslosenquote ist in den Ländern mit einer hohen wirtschaftlichen Freiheit niedriger. Der Vergleich aller Bundesländer deutet gleichfalls darauf hin, dass ein enger Zusammenhang zwischen dem Wohlstandsniveau, gemessen am Bruttoinlandsprodukt je Kopf, und der wirtschaftlichen Freiheit besteht, ebenso wie für das Wirtschaftswachstum und die Arbeitslosigkeit. Baden-Württemberg steht auf Platz eins, Berlin am Ende der Rangliste, weil dort der Staatskonsum besonders hoch ist, besonders viele staatliche Subventionen gezahlt werden und ein besonders großer Teil der Erwerbstätigen beim Staat beschäftigt ist. Wirtschaftliche Freiheit ist dann gegeben, wenn die Menschen unbeeinflusst durch jedweden Zwang ihren Geschäften nachgehen, ihre Arbeits...

Im Interesse aller Leistungsbereiten: Für Lohnuntergrenzen!

Gerade, weil ich für Leistungsbereitschaft bin, bin ich auch aus sozialer Verantwortung für Lohnuntergrenzen bzw. Mindestlöhne! Es muss sichergestellt werden, dass alle, die einer geregelten Arbeit nachgehen, von dieser auch „eigenständig“, also ohne weitere staatliche „Stütze“ oder Lohnsubvention leben können. Noch immer schreiben in Deutschland viel zu viele Tarifverträge Stundenlöhne fest, die deutlich unter dem Niveau der bislang vereinbarten Mindestlöhne liegen. Löhne – wie z. B. im bayerischen Konditorenhandwerk – mit einem Tarifeinstiegsverdienst von 5,26 € pro Stunde sind schlicht unsozial und nahe an der „Ausbeutung“ menschlicher Arbeitskraft! Und damit noch nicht genug: Aktuell arbeiten nahezu 1,5 Millionen abhängig Beschäftigte zu Löhnen von unter 5 Euro die Stunde! Natürlich muss in unserer sozialen Marktwirtschaft die Tarifhoheit hinsichtlich der Lohnfindung erhalten bleiben. Lohnfindung darf niemals Ergebnis parteipolitischer Entscheidungen und somit zum Spielball der ...

Ein Hoch auf die Industrie

Es war in den 90er Jahren, als gar nicht so wenige selbsternannte Zukunftsforscher, aber auch Volkswirtschaftler und Politiker das hohe Lied auf die Dienstleistungsgesellschaft sangen und der Industrie des Landes wenn nicht ein rasches Ende wünschten, so doch darauf drängten, Abschied zu nehmen von dieser „alten Industrie“, der „Old Economy“, und stattdessen für den Weg in die „Dienstleistungsgesellschaft“ plädierten. Gott sei Dank kam es anders: Gerhard Schröder ging im August 2002 auf Konfrontation zu den Propheten der Dienstleistungsgesellschaft und sagte: „Wir können doch nicht davon leben, dass wir uns gegenseitig die Haare schneiden und unsere Vorgärten mähen“. Wer glaube, die „Old Economy“ nicht mehr zu brauchen, der irre gewaltig. Zehn Jahre später sehen wir, dass die Industrie Deutschlands geradezu blendend dasteht, in Saft und Kraft und die ganze Welt mit ihren Waren beliefert. Das „Handelsblatt“ stellt fest: „Die deutsche Industrie, in der jeder fünfte Beschäftigte ...

Stuttgart 21 - Das Volk hat gesprochen!

Stuttgart 21 war für alle Beteiligten ein wahrer „Stresstest“. Wohl kaum einer der über viele Jahre damit Befassten hatte damit gerechnet, dass „Wutbürger“ mit ihrem Widerstand diesen geplanten Bahnhofsneubau in ganz Europa zum Symbol dafür machen würden, dass Mitbestimmung auf drastische Weise eingefordert wird, wenn Bürgerinnen und Bürger sich bei Großprojekten übergangen fühlen. Die Überraschung kam und kommt daher, dass dieses Projekt über mehr als ein Jahrzehnt in allen zuständigen demokratisch gewählten Gremien diskutiert und jeweils mit großen Mehrheiten akzeptiert worden war. Auch ist mir nicht erinnerlich, dass es Widerspruch gegeben hätte, als die Landesregierung unter Erwin Teufels und meiner Führung sich dafür feiern ließ, dass wir viele Millionen für dieses Projekt vom Bund und der EU eingeworben hatten. Aber wir haben es versäumt, die Bürgerinnen und Bürger wirklich „mitzunehmen“. Es gab viel zu wenig öffentliche Informationen und sicher auch manch wenig kluge Wortme...

Weg mit „Hartz“ – her mit mehr Vernunft wie zuletzt bei der IG Metall!

Die Diskussion um Hartz IV nimmt nach dem Urteil des  Bundesverfassungsgerichts kein Ende und droht teilweise die Gesellschaft spaltende Züge anzunehmen. Besser wäre es, „Hartz“ zu „beerdigen“, da der Begriff nur noch negativ belastet ist, und das ganze Sozialsystem auf neue Grundlagen zu stellen – und da weist ausgerechnet die IG Metall den Weg: Die IG Metall ging erstmals ohne konkrete Lohnforderung in eine Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie und setzt stattdessen auf ein Jobpaket, um das Wichtigste zu sichern: Arbeit für möglichst viele Menschen! Erfreulich, dass die Arbeitgeber diesen Ansatz sogleich lobten und Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser ihn „vernünftig“ nannte, wodurch hoffentlich allen Beteiligten die sonst ebenso üblichen wie unwürdigen Rituale seitheriger Verhandlungsrunden mit Streiks und Aussperrungen erspart bleiben. Kernpunkt des IG Metall-Vorschlags ist eine Absenkung der Arbeitszeit von 35 auf bis zu 26 Stunden. Der Lohn soll nicht im ...