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„Die im Süden“ sind nicht fauler!

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unter großem Beifall der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit die Südländer dazu aufgefordert, sich mehr anzustrengen; im Klartext: Sie hat sie dazu aufgefordert, mehr zu arbeiten. Das hat die „BILD“ auf den Plan gerufen, die der Kanzlerin sofort mit großen Lettern beisprang und ausführte. „ Es darf nicht sein, dass die einen verzichten und zahlen, während sich die anderen schonen und munter kassieren!“ Nun kommt es natürlich immer gut an, wenn man sich selbst bzw. „sein eigenes“ Land als besonders fleißig und andere mehr oder weniger als „faule Absahner“ darstellt. Wie aber stellt sich das in der gelebten Wirklichkeit dar? Zu den Fakten mit einigen konkreten Beispielen im europäischen Vergleich: Beginnen wir mit der durchschnittlichen Jahresarbeitszeit in geleisteten Stunden: Die Griechen arbeiteten 2008 am meisten, nämlich 2 120 Stunden, die Italiener 1 802 Stunden, die Spanier 1 647 Stunden – und die Deutschen mit 1 430 Stunden mit w...

Ohne Polizei und auch ohne Militär gibt es keine Lösung!

Historisches ereignet sich in diesen Wochen: Deutschland löst die USA als „weltweites Einwanderungsland Nummer 1“ ab, wird zum „melting pot“, also zum „Schmelztiegel, die ausländische Presse sieht Angela Merkel „die Ehre der Europäischen Union retten“, weil sie – zur nicht geringen Überraschung selbst ihrer Parteifreunde und erst recht der CSU – mit ihren Aussagen „Wir schaffen das“ und „Das Grundgesetz kennt nach oben keine Grenzen“ die Flüchtlinge nahezu aus der ganzen Welt nach Deutschland „eingeladen“ hat. Daran ändern die dann doch ebenso überraschend eingeführten Grenzkontrollen zunächst gar nichts. Der Flüchtlingszustrom hält unverändert an. Die Deutschen empfangen die nach oft unvorstellbaren Qualen zu uns Kommenden mit Blumen, Schokolade und Stofftieren; „Refugees welcome!“ Rupert Neudeck, Erfinder der „Cap Anamur“ und Retter von Zehntausenden von vietnamesischen „Boatpeople“ sah am 21. September in der WELT gar „zu viel Rührseligkeit im Spiel“. Alles gut, alles viel bess...

Jetzt sind Merkel, Hollande und Cameron gefordert

Europa kommt - obwohl trotz Krise immer noch sehr wohlhabend - aktuell nicht so kraftvoll daher wie es wünschenswert wäre. Griechenland nagt an allen Ecken und Enden Europas an den Kräften der Entscheidungsträger, die dadurch gehindert werden, notwendige Entscheidungen zu treffen - und nicht zuletzt nagt Griechenland an den Nerven selbst Wohlmeinender. Zu leiden haben darunter Steuerzahler und Arbeitsuchende: 23 Millionen Arbeitslose in Europa und dabei im Durchschnitt mehr als 22 Prozent Jugendarbeitslosigkeit sind verheerend, beschämend und nicht hinnehmbar. Diese Entwicklung hilft den „falschen“ Kräften in Europa: Denen, die auf Angst und Verzweiflung setzen, das Rad zurückdrehen und die jeweiligen Nationalstaaten wieder gestärkt sehen wollen: Podemos in Spanien, Front National in Frankreich, UKIP in Großbritannien, die Volkspartei in Dänemark und die Lega Nord in Italien. Lösungsvorschläge? Fehlanzeige! Wir sollten nun wegen der völlig indiskutablen Angriffe und üblen Diffam...

Rettet die Meinungsfreiheit!

Haben Sie in der letzten Zeit einmal zu einem Thema Ihre Meinung gesagt, obwohl Sie wussten, dass Sie damit gegen den sogenannten „Main Stream“ verstoßen? Zum Beispiel zu der Homo-Ehe und dem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare? Und haben Sie dabei u. a.  zu bedenken gegeben, dass man auch an das Kindeswohl denken müsse, und Sie deshalb noch nicht „voller Hurra“ zustimmen könnten, sondern sich erst noch eine Meinung bilden wollten. Oder haben Sie wohlmöglich einmal „fallen lassen“, dass nicht alle „Pegida-Anhänger“ in Dresden „ganz selbstverständlich“ und ohne jeden Zweifel „Rechtsradikale“ seien? Und: Wie ist es Ihnen danach ergangen? Beide Beispiele sind nicht theoretischer Natur, sondern sowohl tatsächlich erlebt als auch von einigen Journalisten „getestet“. Die Reaktionen waren in beiden Fällen von den selbsternannten „Toleranten“ geradezu reflexhaft gleich: So können nur „Ewiggestrige“, „Rechtsgewirkte“, „Intolerante“ daher reden. Unerwünschte Ansichten w...

Und trotzdem: Für den Euro!

Raus oder rein, zurück zur guten alten DM - nichts, was gegenwärtig rund um den Euro nicht diskutiert würde. So forderte z. B. Princeton-Professor Ashoka Mody am 20.7. im Handelsblatt, dass Deutschland „raus muss, weil davon alle in der Euro-Zone profitieren“. Es ist aktuell ziemlich „in“, den Euro in Frage zu stellen und ihn für alles, vor allem für alles Negative, für alles, was tatsächlich oder scheinbar schlecht läuft, verantwortlich zu machen: Der Euro wird für Konflikte, für hier und da aufkommendes nationales Denken, für Wertverlust und als Beleg für ein „halt doch zu großes Europa“ als „schuldig“ herangezogen. Manche Kritiker versteigen sich gar zu der Forderung, „die EU müsse zurückgestutzt werden, damit die Länder wieder frei atmen könnten, denn nur so könne der Frieden gewahrt werden“. Einspruch:  Das Gegenteil ist richtig! Ohne den Euro hätte der Frieden in der Vergangenheit schwer gewahrt werden können – und er könnte es in Zukunft noch weniger. Beweise: 199...

Die schwindende Einkommensmobilität schadet unserer Gesellschaft!

Während in den Medien ein „Auseinanderklaffen“ unserer Gesellschaft – „die Schere geht immer weiter auseinander“ – beklagt wird, einzelne Institute entgegen den Fakten lauthals beklagen, dass „die Reichen immer reicher werden“, und ebenso falsch wie hartnäckig behauptet wird, die Erosion der Mittelschicht schreite voran, wird eine Entwicklung weitgehend ausgeklammert, die für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft aber von entscheidender Bedeutung ist: die Einkommensmobilität ist in Deutschland ins Stocken geraten. Der Reihe nach: Nach Professor Bert Rürup, Berater des Bundeskanzlers Gerhard Schröder, Befürworter einer höheren Erbschaftsteuer und von daher unverdächtig, ein „Kapitalist“ zu sein, steht eindeutig fest: Für Deutschland gilt die Behauptung „immer ungleicher werdender Einkommen nicht: Denn in Deutschland entfällt auf das oberste Prozent der Haushalte der Einkommensskala heute nicht mehr vom Gesamteinkommen als 1950 – nämlich elf Prozent.“ Und auch die in den Medien ko...

Welcome Hillary!

Sie hat sich erklärt; endlich. Erwartet hat man es schon lange. Seit einigen Wochen ist nun klar: Die ehemalige First Lady und Ex-Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika, die Ehefrau des mittlerweile fast schon legendären Ex-US-Präsidenten Bill Clinton und mit 67 Jahren mit allen Wassern gewaschene Hillary Clinton will die erste Präsidentin der nach wie vor einzigen Supermacht USA werden. Schafft sie den Sprung ins Weiße Haus, wofür ihre Chancen momentan recht gut stehen, steht sie der größten Volkswirtschaft der Welt vor, deren Unternehmen 2014 das Zehnfache der Gewinne aller deutschen Firmen erwirtschafteten, und sie befehligt dann  mehr als 1,4 Millionen Soldaten, 14 000 Flugzeuge, 300 Kriegsschiffe und 7 300 Atomsprengköpfe; da möchte man keine Anfängerin an den Schalthebeln sehen. Erfahrungsreichtum ist in diesen Zeiten der weltweit gestiegenen Zahl an Krisenherden ein „Pfund“, eine gute Nachricht. Denn Erfahrung ist gefragt wie nie; nicht nur in Einzelfra...