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Mittelstand bleibt Jobmotor

Neun Verbände aus Industrie, Handel, Handwerk und Gastronomie haben in ihrem 10. Jahresmittelstandsbericht festgestellt, dass sich „der Beschäftigungsaufbau im Mittelstand im laufenden Jahr 2012 fortsetzen wird, wenngleich mit etwas abgeschwächter Dynamik“. Der Mittelstand kommt somit nach 490 000 neuen Arbeitsplätzen in 2011 und erwarteten 210 000 neuen Jobs in 2012 auf zusammen grandiose 700 000 neue Arbeitsplätze in gerade einmal zwei Jahren; eine tolle Leistung! Der geringere Arbeitsplatzzuwachs in diesem Jahr wird damit erklärt, dass sich das Wirtschaftswachstum von 3,4% in 2011 auf 1,1% in 2012 abschwächen werde. Mit dieser Wachstumserwartung von knapp über einem Prozent zeigen sich die Mittelständler zuversichtlicher als die Bundesregierung, die von nur 0,7% ausgeht. Mehr Optimismus ist ein Kennzeichen des Mittelstands. Optimismus, der aber nicht aus reinem Zweckoptimismus gespeist wird, sondern aus der Überzeugung in die Notwendigkeit, dann eben „noch eine Schippe draufleg...

Europas Zukunft hängt von den Zukunftschancen seiner Jugend ab

Wenn man die letzten 12 bis 18 Monate hinsichtlich der Bemühungen der europäischen Spitzenpolitik um die Zukunft Europas Revue passieren lässt, dann fällt auf, dass viel von ungeheuren Summen im mittlerweile hohen dreistelligen Milliardenbereich die Rede war – für die Rettung einzelner EU-Mitgliedsländer und für die Rettung des Euros. Einher gingen die wortreichen Erklärungen für diese kaum mehr vorstellbar hohen Beträge stets mit der Aussage, diese Summen seien zur Zukunftssicherung Europas „alternativlos“. Wenig bis überhaupt nicht war in dieser Zeit dagegen die Rede von denen, die für die Zukunft Europas wichtiger sind als alles andere: Europas Jugend und deren Zukunftsperspektiven.  Dabei wäre hier in allererster Linie anzusetzen, denn in viel zu vielen EU-Ländern steht es ausgesprochen schlecht um die Zukunftschancen der jungen Menschen: In Griechenland, Portugal und Spanien sind bereits etwa die Hälfte aller jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren ohne Arbeit ...

Wir haben allen Grund zu Optimismus!

Gleich zwei Studien – eine vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag und eine vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg – sowie das Buch von Bert Rürup und Dirk Heilmann mit dem Mut machenden Titel: „Fette Jahre. Warum Deutschland eine glänzende Zukunft hat“ – geben Anlass zu jeder Menge Optimismus: Der Mittelstand hat mit 200 000 neuen Arbeitsplätzen einen wahren Stellenboom zu verzeichnen, und die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit werden Deutschland noch viele Jahre Jobs sichern, die Arbeitslosenzahlen somit niedrig und den Wohlstand hoch halten. Der DIHK befragte 20 000 Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten und erfuhr dabei, dass die Stimmung in den kleinen und mittleren Unternehmen „so gut ist wie seit der Wiedervereinigung vor 20 Jahren nicht mehr“. Vor allem die stärkere Binnenwirtschaft beflügelt die Firmen, die in diesem Jahr kräftig beim Personal zulegen wollen. DIHK-Präsident Heinrich Driftmann sagte der „Welt“: „Wir rechn...

Für die Bildung sparen!

Unbestritten sind gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das höchste und wertvollste Gut für unsere weltweit erfolgreich tätigen Unternehmen; so eines der Ergebnisse der beiden ersten deutschen Weltmarktführer-Kongresse. Und was tun wir dafür? Nach Meinung nahezu aller Experten zu wenig. Diese Klage richtet sich nicht alleine gegen die Schulen, die zu wenig für eine solide Grundausbildung sorgten, sondern setzt früher an: Im Mittelpunkt steht zunehmend die zu geringe Vorsorge im Elternhaus. Und dies völlig losgelöst vom sozialen Status. Es geht dabei nicht in erster Linie um zu wenig Anleitung zum Lesen und um nachlässige Kontrolle der Hausaufgaben, sondern ganz praktisch um unzureichende materielle Vorsorge, die aber nun mal notwendig ist, um für eine Ausbildung zum Meister oder für eine Hochschulausbildung ausreichend finanziell gerüstet zu sein. Natürlich gibt es heute schon Großeltern und auch Patentanten und Patenonkel, die für ihre jeweiligen Enkel- bzw. Paten...

Wirtschaftliche Freiheit sichert Arbeitsplätze und Wohlstand

Jüngste Studien belegen, dass wirtschaftliche Freiheit und mehr Arbeitsplätze plus mehr Wohlstand Hand in Hand gehen. Bayern und Baden-Württemberg liegen seit Jahren vorne, was das Pro-Kopf-Einkommen oder das Wirtschaftswachstum betrifft. Die Arbeitslosenquote ist in den Ländern mit einer hohen wirtschaftlichen Freiheit niedriger. Der Vergleich aller Bundesländer deutet gleichfalls darauf hin, dass ein enger Zusammenhang zwischen dem Wohlstandsniveau, gemessen am Bruttoinlandsprodukt je Kopf, und der wirtschaftlichen Freiheit besteht, ebenso wie für das Wirtschaftswachstum und die Arbeitslosigkeit. Baden-Württemberg steht auf Platz eins, Berlin am Ende der Rangliste, weil dort der Staatskonsum besonders hoch ist, besonders viele staatliche Subventionen gezahlt werden und ein besonders großer Teil der Erwerbstätigen beim Staat beschäftigt ist. Wirtschaftliche Freiheit ist dann gegeben, wenn die Menschen unbeeinflusst durch jedweden Zwang ihren Geschäften nachgehen, ihre Arbeits...

Im Interesse aller Leistungsbereiten: Für Lohnuntergrenzen!

Gerade, weil ich für Leistungsbereitschaft bin, bin ich auch aus sozialer Verantwortung für Lohnuntergrenzen bzw. Mindestlöhne! Es muss sichergestellt werden, dass alle, die einer geregelten Arbeit nachgehen, von dieser auch „eigenständig“, also ohne weitere staatliche „Stütze“ oder Lohnsubvention leben können. Noch immer schreiben in Deutschland viel zu viele Tarifverträge Stundenlöhne fest, die deutlich unter dem Niveau der bislang vereinbarten Mindestlöhne liegen. Löhne – wie z. B. im bayerischen Konditorenhandwerk – mit einem Tarifeinstiegsverdienst von 5,26 € pro Stunde sind schlicht unsozial und nahe an der „Ausbeutung“ menschlicher Arbeitskraft! Und damit noch nicht genug: Aktuell arbeiten nahezu 1,5 Millionen abhängig Beschäftigte zu Löhnen von unter 5 Euro die Stunde! Natürlich muss in unserer sozialen Marktwirtschaft die Tarifhoheit hinsichtlich der Lohnfindung erhalten bleiben. Lohnfindung darf niemals Ergebnis parteipolitischer Entscheidungen und somit zum Spielball der ...

Ein Hoch auf die Industrie

Es war in den 90er Jahren, als gar nicht so wenige selbsternannte Zukunftsforscher, aber auch Volkswirtschaftler und Politiker das hohe Lied auf die Dienstleistungsgesellschaft sangen und der Industrie des Landes wenn nicht ein rasches Ende wünschten, so doch darauf drängten, Abschied zu nehmen von dieser „alten Industrie“, der „Old Economy“, und stattdessen für den Weg in die „Dienstleistungsgesellschaft“ plädierten. Gott sei Dank kam es anders: Gerhard Schröder ging im August 2002 auf Konfrontation zu den Propheten der Dienstleistungsgesellschaft und sagte: „Wir können doch nicht davon leben, dass wir uns gegenseitig die Haare schneiden und unsere Vorgärten mähen“. Wer glaube, die „Old Economy“ nicht mehr zu brauchen, der irre gewaltig. Zehn Jahre später sehen wir, dass die Industrie Deutschlands geradezu blendend dasteht, in Saft und Kraft und die ganze Welt mit ihren Waren beliefert. Das „Handelsblatt“ stellt fest: „Die deutsche Industrie, in der jeder fünfte Beschäftigte ...