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Lastesel Mittelstand

Es vergeht keine Politikerrede, in der nicht der Mittelstand hochgehalten wird, seine Leistungen für die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt in den höchsten Tönen gelobt werden und er für gänzlich unverzichtbar für das Wohlergehen unseres Landes erklärt wird. Aber die Wirklichkeit, die harten Fakten sprechen eine andere Sprache: Nach einer Studie der Weltbank und der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft PwC hat in Deutschland die Belastung von Mittelständlern mit Steuern und Abgaben im vergangenen Jahr deutlich zugenommen: Der Anteil aller Steuern und Abgaben am Gewinn ist von 46,8 Prozent im Jahr 2012 auf 49,4 Prozent gestiegen. Die Auswertung dieser Studie durch Tobias Kaiser in der WELT vom 20.11. 2013 ergab: Im Vergleich von Steuersystemen in 189 Staaten fiel Deutschland wegen dieser höheren Belastungen von Rang 72 auf Platz 89 zurück. Mit den knappen 50 Prozent an Abgaben und Steuern liegt Deutschland deutlich über dem Durchschnitt der EU-Länder. Wel...

Es besteht Handlungsbedarf: Unsere Infrastruktur liegt im Argen!

Fragt man die Menschen danach, „was Deutschland voranbringt“, dann rangiert die Infrastruktur ziemlich weit hinten: Unsere Straßen, Schienen, Brücken, Netze und somit die Lebensadern unserer Wirtschaft, von der Beschäftigung und Wohlstand abhängen, setzen die Deutschen bei den für sie wichtigen Themen auf Rang 17! Infrastrukturmaßnahmen wie die Verbesserung der Verkehrsachsen haben offenbar keine Lobby. Dabei wäre dies dringend nötig, denn der Zustand der Verkehrswege in Deutschland ist alarmierend schlecht.  Zwar verweisen Politik, Konzerne und Verbände im Zusammenhang mit der „Wirtschaftsmacht Deutschland“ auf die ihrer Meinung nach „beste Infrastruktur der Welt“, aber Deutschland lebt hier längst von seiner Substanz. Die führende Exportnation Deutschland ist dringend auf eine perfekt funktionierende Logistik angewiesen, aber Straßen und Brücken sind marode; nicht nur die Kochertalbrücke muss dringend saniert werden. Erfreulicherweise wird dies aktuell mit einem 15-Millionen...

Nachhaltigkeit ist mehr als mehr als „nur“ ÖKO!

Es gibt kaum ein Programm von Parteien und Organisationen und kaum eine Rede oder programmatische Publikation, in denen nicht die Rede von der Notwendigkeit der „Nachhaltigkeit“ die Rede ist. Dabei wird „Nachhaltigkeit“ oder „Sustainability“ oft lediglich auf die ökologischen Notwendigkeiten verkürzt, was falsch ist, denn Nachhaltigkeit ist viel mehr: Mit „Nachhaltigkeit“ ist eine gesellschaftliche Entwicklung gemeint, die nachfolgenden Generationen ein intaktes ökologisches, aber eben unbedingt auch ein intaktes ökonomisches und soziales Gemeinwesen hinterlässt. Martin von Broock vom Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik: „Nachhaltigkeit ist ein existenzielles unternehmerisches Gebot: Der langfristige Erfolg hängt von der Fähigkeit ab, Konflikte zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen vorausschauend zu managen. Entsprechend sind aus einem nachhaltigen Führungsverständnis heraus Gewinne zwar eine wichtige Größe; noch wichtiger ist allerdings ein Erhalt jener Bedingu...

Die USA sehen die Chancen – Deutschland leider wieder nur die Risiken

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind mal wieder drauf und dran, den Rest der Welt abzuhängen; diesmal auf einem Gebiet, auf dem man sie für alle Ewigkeit abhängig von anderen und damit verwundbar wähnte: Auf dem Gebiet der Energieversorgung. Der weltweite Energieverschwender Nummer 1, die USA, galten trotz eigener Vorkommen wegen ihres immensen Verbrauchs als abhängig von Ölimporten vor allem aus Saudi Arabien und verbunden damit als ständig mit allen sündhaft teuren Konsequenzen gefordert in einer von Krisen und Kriegen gebeutelten Region, dem Nahen Osten. Hier ist schneller als erwartet, schneller als von den einen erhofft und von den anderen befürchtet, eine radikale Änderung eingetreten, deren Folgen in ihrem ganzen Ausmaß noch gar nicht abgeschätzt werden können: Die USA stiegen zur größten Energiemacht auf und haben Russland als Nummer eins bei der Öl- und Gasproduktion abgelöst! Nach einem Bericht der WELT vom 5. Oktober 2013 hat das „Wall Street Journal“ jüngst...

Deutschland bleibt auch in zwanzig Jahren noch in der Spitzengruppe

Es gibt mittlerweile ungezählte Prognosen, Zukunftsszenarien, Science Fiction-Bücher und -Filme, die weit überwiegend ein eher düsteres Bild der Welt in zwanzig Jahren malen: Mal sind wir hilflos Verbrechen ausgeliefert, mal beherrschen uns seelenlose Roboter, mal hat uns ein Virus ausgelöscht und mal bevölkern von Menschen geschaffene Maschinenwesen unsere Straßen - viele Blicke in die Zukunft, allesamt wenig erfreulich. Da tut die jüngst von Prognos vorgestellte Studie, die 42 Länder untersucht hat, richtig gut: Trotz immenser Herausforderungen wird es die Welt noch geben - und Deutschland wird auch im Jahre 2035 noch eine herausragende Rolle in der Spitzengruppe der großen Volkswirtschaften spielen. Zunächst zu den Herausforderungen: Die Weltbevölkerung wird weiter rasant wachsen, das Klima und die Umwelt werden sich wandeln, und lebensnotwendige Ressourcen werden reichlich knapp werden. Die Vereinten Nationen, UN, gehen von gegenüber heute sieben Milliarden von neun Milliar...

Vermieter und Mieter nicht gegeneinander ausspielen!

Ja, es stimmt: In vielen Regionen Deutschlands ist Wohnraum knapp und teuer – und dies nicht nur in Ballungsräumen, wo die Mieten teilweise ins „Unbezahlbare“ steigen“, sondern zunehmend auch in Mittelstädten, wo z.B. durch die gerade jetzt deutlich gestiegene Zahl von Studierenden die Verknappung ansteigt. Das Thema „Miete“ oder auch „Zu wenig und zu teurer Wohnraum“ hat von daher Konjunktur.  Und da hat Klaus Köster von den Stuttgarter Nachrichten Recht, wenn er feststellt: „Wo es ein soziales Problem gibt, ist die Politik nicht weit – erst recht nicht vor einer Wahl“. Also überschlagen sich CDU und SPD mit scheinbar hilfreichen Lösungsvorschlägen: Begrenzung von Mieterhöhungen auch für Neuvermietungen, Erschwerung von Zweckentfremdung von Wohnungen und die Eröffnung der Möglichkeit für Kommunen, gegen Leerstand von Wohnungen vorzugehen. Das mag sich für manche auf den ersten Blick gut anhören. Aber nicht für alle. Nicht für die z. B., die ihr Geld nicht in anonyme Aktie...

Nur Mut! Mehr Gründer braucht das Land!

Dieser Tage hat das Handelsblatt eine größere Studie zur Zahl der Firmengründungen publiziert und dabei zwei Überschriften gewählt, die aufschrecken. „Vom Mut verlassen“ lautete die eine, die andere „Die Angst vor dem Risiko“ und fasste gleich zusammen: Zahl der Firmengründungen auf neuem Tiefstand. Wie so oft, gilt aber auch hier zunächst, dass die Medaille „zwei Seiten hat“. Die gute an diesen im Grunde erschreckenden Nachrichten: Wenn die Konjunktur läuft und damit einhergehend die Arbeitslosenzahlen vergleichsweise niedrig sind, hat es schon immer eher weniger Gründer gegeben. Also: Offensichtlich geht es uns aktuell recht gut, und es gibt weniger Anlass, der drohenden oder tatsächlichen Arbeitslosigkeit durch den Schritt in die Selbständigkeit zu entgehen. Die andere Seite der Medaille aber ist weit weniger erfreulich: Gründer sind in der Regel kreativ, innovativ, eigenverantwortlich und oftmals „Treiber in Wirtschaft und Gesellschaft“. Während wir 1997 noch mehr als 500 00...