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20 Jahre EU-Binnenmarkt: Deutschland größter Gewinner der europäischen Integration

Der offiziell seit dem 1. Januar 1993 bestehende europäische Binnenmarkt hat nach einer jetzt veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung zu „20 Jahre Binnenmarkt - Wachstumseffekte der zunehmenden europäischen Integration“ - allen beteiligten Ländern messbare Vorteile gebracht; am meisten haben Deutschland und Dänemark profitiert. Das reale Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland in jedem Jahr um durchschnittlich 37 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem jährlichen Einkommensgewinn von 450 Euro pro Einwohner. Lediglich Dänemark hat einen noch höheren Integrationsgewinn zu verzeichnen: Dort kam jeder Einwohner sogar auf runde 500 Euro. Der Binnenmarkt spielt für das Zusammenwachsen Europas die zentrale Rolle. Sein Fundament ist der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Man spricht hier allgemein von den sogenannten „vier Grundfreiheiten“, die Handelshemmnisse zwischen den beteiligten Ländern abbauen und Importe deutlich preiswerter machen, wa...

Auf weiteres Wachstum vorbereiten!

Was haben Groninger und Schubert in Crailsheim, Bausch & Ströbel in Ilshofen, Klafs und Optima in Schwäbisch Hall, Kärcher im Bühlertal, kocher-plastik und Fertighaus Weiss im Limpurger Land gemeinsam? Alle - für viele andere hier genannten - Unternehmen „quer durch unseren ganzen Landkreis“ haben mindestens eine sehr erfreuliche Tatsache gemeinsam: Sie wachsen kontinuierlich, schaffen damit laufend neue Arbeitsplätze und verleihen unserem Kreis, seinen Städten und Gemeinden glänzende Zukunftsperspektiven. Die Unternehmen in unserer Region investieren enorme Summen, sie wachsen zweistellig, sie „glauben“ an die Perspektiven dieser Raumschaft - und sie erwarten zu Recht, dass sie bei ihren enormen Anstrengungen begleitet werden; eine „Unterstützung“ in Form von Subventionen hat bei einem kürzlich stattgefundenen Wirtschaftsgespräch niemand der anwesenden Unternehmensvertreter angemahnt. Sehr wohl aber sind Erwartungen hinsichtlich der Verbesserung der Infrastruktur eingefor...

Immer mehr Unternehmen sagen: „Good bye, Germany!“

Während wir uns in Deutschland seit geraumer Zeit an einem erfreulichen und weltweit viel bewunderten Jobwunder berauschen, laufen wir gleichzeitig Gefahr, eine steigende Verlagerung von Produktion, Forschung und Entwicklung ins Ausland zu übersehen. Immer mehr Unternehmen sagen „Good bye, Germany“! Es sind nicht alleine die großen Konzerne, die Deutschland den Rücken kehren, sondern zunehmend auch Mittelständler. Experten erklären den Exodus wie folgt: „Die Unternehmen verlagern Aktivitäten ins Ausland, „entweder weil die Löhne oder Strom- und Gaspreise dort deutlich niedriger sind, weil neue Absatzmärkte vor der Haustür liegen, weil Kunden bereits vor Ort sind oder weil Wechselkursrisiken und Zollschranken eine Verlagerung der Produktion erzwingen“. Die WirtschaftsWoche hat die Fakten aufgelistet: Die Auslandsinvestitionen deutscher Unternehmen erreichten 2012 insgesamt knapp 1,2 Billionen Euro – ein sattes Plus von 70 Prozent gegenüber 2001. Damit geht einher, dass immer mehr Un...

Wir haben zu viele Studierende und zu wenige Lehrlinge!

In Deutschland haben wir derzeit eine Entwicklung, die Sorgen bereitet: Auf der einen Seite suchen in diesem Frühjahr Ausbildungsbetriebe händeringend Lehrlinge und veranstalten Werbe- und Vermittlungsaktionen quer durch die gesamte Republik, und auf der anderen Seite wissen die Hochschulen - und zunehmend auch der Wohnungsmarkt in den Hochschulstädten! -  nicht mehr, wie sie die kontinuierlich anwachsende Zahl der Studierenden unterbringen sollen. So führte die IHK der Region Stuttgart am 16. Juni einen Tag der Ausbildungschance durch und bot 1 500 offene Lehrstellen an, und Unis und Studierende stöhnen in der gleichen Woche über überfüllte Hörsäle und fehlende Wohnungen. Dabei geht es dem nationalen Bildungsbericht zufolge um gewaltige Dimensionen, von denen Barbara Gillmann dieser Tage im Handelsblatt berichtete: „Die Zahl der Studienanfänger ist in nur sechs Jahren um 50 Prozent auf mehr als 500 000 gestiegen. 2013 war sie erstmals höher als die der neuen Azubis. Deren Zahl...

Deutschland ist als Einwanderungsland weltweit nach den USA die Nummer 2!

Es ist noch gar nicht so lange her, dass es hartnäckig und teilweise die Realität geradezu verdrängend auf der einen Seite geheißen hatte: Deutschland ist kein Einwanderungsland, und dass Wahlkämpfer mit reichlich verqueren Parolen wie „Kinder statt Inder“ versucht haben, ihre Wahlen zu gewinnen. Auf der anderen Seite wurden reichlich verklärt jede Kebab-Bude und jeder Bongo-Trommler als Multikulti-Bereicherung Deutschlands, als „permanentes Straßenfest“ gefeiert . Der so wahlkämpfende Ministerpräsident Nordrheinwestfalens hat die Wahl verloren, Multikulti wurde auch hinsichtlich seiner Schattenseiten nüchterner betrachtet, und die Stimmung hat angesichts des gravierenden Fachkräftemangels nicht nur in der Industrie, sondern auch im Handwerk gedreht: aus Anwerbestopps wurden Anwerbekampagnen. Deutschland hat in den letzten Jahren mehr Einwanderer aufgenommen als selbst das klassische Einwanderungsland Kanada: Nach einer aktuellen OECD-Studie ist Deutschland Zuwandererland Nr. 2, hat ...

Deutschland ist Weltspitze – leider auch bei der Abgabenlast!

Wir sind zurecht stolz darauf, dass wir auf vielen Feldern absolute Weltspitze sind; gerade wir hier in Hohenlohe/Franken mit der größten Dichte an Weltmarktführern und einer weit über unsere Region hinaus wegen ihrer hohen Leistungsfähigkeit geschätzten Landwirtschaft. Deutschland insgesamt hat es vom „kranken Mann in Europa“ - so bezeichnete uns vor zehn Jahren der angesehene „Economist“ - zur viel bewunderten Lokomotive in Europa geschafft, die sich selbst US-Präsident Obama zum Vorbild nehmen wollte. Aber leider sind wir auch auf einem anderen Gebiet absolute Weltspitze, wofür wir sicher weniger Neider haben: Nach der jüngsten OECD-Studie müssen wir Deutschen so viel Steuern und Sozialversicherungsabgaben zahlen wie kaum ein anderes Volk; selbst in Skandinavien gibt es mehr Netto vom Brutto. In der gesamten Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, werden jährlich die Belastungen durch Fiskus und Sozialversicherungen erhoben. Dabei kommen die Ökonomen...

Das Freihandelsabkommen der EU mit den USA ist gut für Deutschland!

Eigentlich sollte man meinen, dass im 22. Jahrhundert das Abräumen von Zöllen und weiteren Handelsbarrieren als Relikte aus längst vergangenen Zeiten eine pure Selbstverständlichkeit darstellt – aber weit gefehlt: Statt der Zustimmung zu dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika wächst die Ablehnung. Worum es dabei geht: Mit dem großen Wirtschaftspakt, den die USA und die EU aktuell verhandeln, könnten auf beiden Kontinenten zweieinhalb Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, so das Ifo-Institut. Das Handelsblatt berichtete dieser Tage von einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung, dass die Skepsis zunimmt. Verbraucherverbände warnen vor der Absenkung von Standards bei Lebensmitteln, Gewerkschaften vor Dumpinglöhnen und Globalisierungskritiker wie Attac vor noch mächtigeren Großkonzernen. Der Vertrag über eine „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP) wird zu einem Streitobjekt, das Schaden zu nehmen droht. Zu Recht stellt deshalb d...