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Habt – zur Not - Mut zu einer Minderheitsregierung!

Eine historische Europawahl, eine ebenfalls durchaus auch „historisch“ zu nennende Bürgerschaftswahl in Bremen, eine Regierungspartei SPD im gleichfalls „historischen“ Niedergang und eine grüne Opposition im Höhenrausch, die Angst vor dem Bekenntnis zu einem ihr von den Mainstream-Medien „aufgeschriebenen“ Kanzlerkandidaten hat, dazu eine nach kurzer Zeit schon auch in den eigenen Reihen hinsichtlich ihrer Kompetenz hinterfragte CDU-Chefin „AKK“ – all das liegt hinter bzw. „bei“ uns. Und was liegt vor uns? Wenn es nach dem „Stern“ geht, ein Kanzler Robert Habeck, wenn es nach dem „SPIEGEL“ geht, ein SPD-Vorsitzender Kevin Künast, und wenn es nach „Welt“ und „Zeit“ geht, eine bald zurücktretende Bundeskanzlerin Angela Merkel. Daran „arbeiten“ aber auch andere: wie üblich „Leute aus den eigenen Reihen“: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sieht ebenso wie Friedrich Merz die GroKo „im Herbst, spätestens zu Weihnachten“ am Ende, und auch „Parteifreunde“ Merkels aus der vierten Reihe wie ...

Mehr Gelassenheit! Mehr Selbstbewusstsein! Mehr Einsatz für unser Land!

Donnerwetter! Was für ein Interview! Was für ein Aufschrei! Was für lärmende Reaktionen! Was war geschehen? Der Vorsitzende der Jungsozialisten Kevin Kühnert hat ein Interview in der ZEIT gegeben, in welchem er – verkürzt gesagt – ausführte, dass er Deutschland voll und ganz und ohne Ausnahmen in den Sozialismus – zurück? - führen wolle. Siemens und BMW „kollektivieren“, Haus- und Wohnungsbesitzer mit mehr als einem Haus oder einer Wohnung „enteignen“. CDU und CSU rufen den alten Wahlspruch von Franz-Josef Strauß ausgrabend: „Freiheit statt Sozialismus“, der Wirtschaftsflügel der SPD fordert Kühnerts Parteiausschluss und wieder andere halten den Juso-Chef schlicht für „verrückt“. Ich rate zu etwas mehr Gelassenheit und auch zu mehr „bürgerlichem Selbstbewusstsein“ und vor allem auch zu mehr Einsatz für unsere freiheitliche Demokratie. Der Reihe nach; zuerst zur Gelassenheit: Kühnert ist Chef einer Jugendorganisation. Mit seinen noch wenige Wochen 29 Jahren geht er gera...

Joe Kaesers „inklusiver Kapitalismus“ sollte Schule machen

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 Foto: Hans Kumpf Joe Kaeser, CEO von Siemens, ist erfreulicherweise keiner, der mit seiner Meinung hinter dem Berg hält. Im Gegenteil: Er ist einer der wenigen DAX-Vorstände, die sich „einmischen“, eine eigene Meinung haben, die Rolle von gesellschaftspolitischen Vordenkern gerne an- und aufnehmen und mit ihrer neuen Idee dann auch offensiv in die Öffentlichkeit gehen. Man wünschte sich, dass ihm seine Kollegen in den großen Unternehmen zahlreich folgten! Der Siemens-Chef überraschte mit seinen Ideen zunächst in einigen Interviews im Handelsblatt und schließlich auf dem Gipfeltreffen der Weltmarktführer am 7. Februar in Schwäbisch Hall, wo er mit großem Interesse empfangen und mit stehendem Applaus verabschiedet wurde. Joe Kaeser war es gelungen, die mehr als 500 Zuhörerinnen und Zuhörer aus den deutschen Top-Unternehmen mit seiner Botschaft nicht nur zu überraschen, sondern sie zum Nachdenken anzuregen und sie schließlich für sich einzunehmen. Er begann mit der Frage, ...

Den Mittelstand bei Weiterbildung steuerlich unterstützen!

Kaum ein Politiker, noch weniger die Verbandsgeschäftsführer von Wirtschaftsorganisationen und erst recht keine Zukunftsforscher – was immer das auch sein soll – wird müde, angesichts der Digitalisierung und des damit einhergehenden drohenden Arbeitsplatzverlustes – sich dabei hinsichtlich Dramatisierung gegenseitig stets zu übertreffen versuchend - der dringend notwendigen Weiterbildung das Wort zu reden. Ohne kontinuierliche Weiterbildung drohen Job-, Einkommens-, Wohlstands- und Ansehensverlust des Arbeitnehmers und der Rückfall der deutschen Wirtschaft hinter nahezu alle führenden Industrienationen, vor allem Chinas und der Vereinigten Staaten, so die übereinstimmenden Kassandrarufe der immer und überall um unser aller Wohlergehen Besorgten. Barbara Gillmann: „Mehr Weiterbildung der Beschäftigten gilt als Schlüssel für die Herausforderungen  der digitalen Arbeitswelt“. Auch Arbeitsminister Hubertus Heil redet der Weiterbildung das Wort, wenn er feststellt, dass uns die Arb...

Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit

...Vor allem in der Steuerpolitik! Geradezu gebetsmühlenartig fordern vorwiegend die unterschiedlichen Wirtschaftsverbände jetzt zu Jahresbeginn wieder – „the same procedure as every year“ (Dinner for one) – eine Steuerreform, wobei sie sich nachvollziehbarerweise auf eine Senkung der Unternehmenssteuern konzentrieren. Weitgehend übereinstimmend erklären sowohl BDI-Präsident Dieter Kempf als auch DIHK-Präsident Eric Schweitzer, „dass es für Unternehmen zunehmend existenzgefährdend wird, dass sich die Bundesregierung dem internationalen Wettbewerb nicht stellt“ und sehen „dringenden Handlungsbedarf“. Donata Riedel belegte im Handelsblatt, dass die internationalen Vergleichszahlen den beiden Präsidenten recht geben: „Unternehmen zahlen in den USA nach Trumps Steuerreform durchschnittlich 26 Prozent Steuern. In Deutschland beträgt der tarifliche Steuersatz 31 Prozent“; im Durchschnitt der „EU-28“ liegt er bei exakt 23,0 Prozent. Nie zuvor seit der Wiedervereinigung war die Steuerlast ...

2019 kann – wird! - gut werden; es liegt an uns.

Das vergangene Jahr 2018 war ziemlich, nein: sogar sehr gut für uns hier in Deutschland; so gut, dass einige in- und auch ausländische Korrespondenten angesichts der Vorgänge in unseren Nachbarländern – Frankreich, Italien, Großbritannien! - und vor allem auch darüber hinaus – weite Teile Afrikas, Indonesien, Mexiko - von unserem Land von einer „Insel der Glückseligen“ sprachen und schrieben. Hier die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit mehr als drei Jahrzehnten, so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wie noch nie in unserer bundesrepublikanischen Geschichte, und damit auch insgesamt ein respektabler Wohlstand für (fast) alle. Trotzdem neigen wir Umfragen zum Jahreswechsel zufolge mehrheitlich zu Unzufriedenheit und teilweise auch zu Zukunftsangst, weil sich (zu) viele von uns von (Diesel-) Fahrverboten, anhaltender Zuwanderung, Altersarmut, Klimawandel, Handelskriegen, äußerer Bedrohung, Digitalisierung, von der „neuen sozialen Frage“ Wohnungsnot, von Arbeits- und Wohlst...

STANDORT "PROVINZ" - BESSER ALS SEIN RUF

Ja, stimmt ja wirklich: Der Breitbandausbau lässt auf sich warten, ganz zu schweigen von 5G, der nächste Flugplatz ist nicht "gleich um die Ecke", der ICE-Halt ist mehrfach versprochen, der ICE rauscht aber immer noch außerhalb jeder Sichtweite vorbei, und die jungen gut ausgebildeten die Zukunft der Unternehmen sichernden Fachkräfte geben sich in Berlin, München, Hamburg und vielleicht auch in Stuttgart die Klinke in die Hand, aber in die "Provinz" verirren sie sich eher nicht; dies auch deshalb, weil sie diese schlicht und einfach gar nicht kennen. Allenfalls haben sie mal kurz was von Regionen außerhalb der Metropolen gehört, ihre Vorurteile der "Provinz" gegenüber aber ebenso unbeirrt wie unwidersprochen von ihren Freundinnen und Freunden sowie von Headhuntern bereitwillig pflegen lassen - und dann die falsche Entscheidung getroffen. Dabei müsste man sich nur mal kurz informieren: Wo haben die mit Abstand besten und meist...